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02.08.2024
Event

US-Forum in Louisville

Experten der Sportwissenschaft sowie Vertreter von LouCity und Eintracht Frankfurt beschäftigen sich mit medizinischen Fragen und Herausforderungen der Zukunft.

Die Stimmen, die vor einer Überfrachtung des globalen Fußballkalenders warnen, häufen sich, von einem „Breaking Point“ ist mancherorts die Rede. Ein komplexes Geflecht mit vielen Details wie dem Thema Belastungssteuerung, mit dem sich James O’Connor, Präsident des Louisville City FC, Dr. Mark Lynn, Eigentümer von Lynn Family Sports Vision & Training und Dr. Jennifer Daily von der Universität Louisville sowie nicht zuletzt Prof. Dr. Tim Meyer auseinandersetzen. Meyer gilt auf dem Gebiet der Sportmedizin als regelrechte Koryphäe. Der Professor, der an der Universität des Saarlandes lehrt, fungierte unlängst auch als Chief Medical Officer der UEFA EURO 2024 in Deutschland. In die Riege der Expertinnen und Experten gesellte sich auch Eintracht-Mannschaftsarzt Dr. med. Sebastian Schneider.

Tim Meyer spricht im Lynn Family Stadium.

Neben spannenden Ausführungen von Tim Meyer, der auch den Vorsitz des Medical Committee der UEFA innehat, zu diversen Streitthemen der Gegenwart wie Kopfverletzungen und Höchstleistungen in Hitzeperioden stand sowohl während seines Vortrags als auch in der folgenden Podiumsdiskussion insbesondere das Thema Belastungssteuerung auf der Agenda. Der langjährige Mannschaftsarzt der deutschen Fußballnationalmannschaft, 2001 bis 2021, stellte etwa wissenschaftlich fundierte und für alle anwesenden greifbare kausale Zusammenhänge her: Längere Pausen zwischen zwei Spielen reduzieren Muskelverletzungen deutlich. Daran lässt beispielsweise eine anhand der Champions-League-Klubs über elf Jahre durchgeführte Studie keinen Zweifel.

Aufmerksame Zuhörer auf dem US-Forum: Markus Krösche, Sven Janssen, Jan Martin Strasheim.

Sebastian Schneider, der seit dieser Saison unter dem Leiter der Medizinischen Abteilung Christian Haser als Mannschaftsarzt der Lizenzspieler fungiert, pflichtete Meyer bei und erklärte teils aus dem Blickwinkel des Medizinischen Leiters des Nachwuchsleistungszentrums: „Wir führen für alle Fälle Protokolle, nach denen wir uns richten, wann jemand wieder einsatzfähig ist.“ Insbesondere bei Gehirnerschütterungen. „Bei Jugendspielern versuchen wir, noch strenger zu sein und ihnen den Druck, zu früh wieder einzusteigen, zu nehmen.“ Langfristig, so die Idee, „könnten Spieler so über einen längeren Zeitraum ohne Probleme spielen“.

Wir wollen im transatlantischen Dialog voneinander profitieren.

Samy Hamama, Bereichsleiter Internationale Beziehungen und Sportprojekte

Der sportmedizinische Fokus war nicht zuletzt auch Mark Lynn, der Eintracht Frankfurt dankenswerterweise das top ausgestatte Trainingszentrum in Louisville für zehn Tage zur Verfügung gestellt hatte, ein großes Anliegen. Mark und dessen Frau Cindy Lynn widmen sich mit Nachdruck der Verbesserung der sportlichen Leistung durch spezialisiertes Sehtraining und sportwissenschaftliche Methoden. Mit einem starken Hintergrund in sportlicher Leistung und Training bietet Lynns Einrichtung hochmoderne Programme zur Verbesserung der Sehschärfe, Reaktionszeiten und allgemeinen Spielfähigkeiten von Sportlern.

Samy Hamama, Bereichsleiter Internationale Beziehungen und Sportprojekte bei Eintracht Frankfurt: „Es war uns ein Vergnügen, dieses Forum mitausrichten zu dürfen. Vielen Dank auch an Mark Tomkins“. Der Präsident des German American Chamber of Commerce of the Midwest hatte das Panel moderiert und gab den Dank schon bei seinen Eröffnungsworten zurück. Hamama unterstreicht die Erkenntnisse der Diskussion und resümiert: „Wir wollen auch abseits des Platzes Brücken aufbauen und im transatlantischen Dialog voneinander profitieren.“