01.12.2020
Verein

Seit Tag eins dabei

Peter Schirmbeck und seine Frau Roswitha zählen zu den Mitgliedern, die von den Versorgungsfahrten der Eintracht jeden Dienstag mit Lebensmitteln beliefert werden.

Seit Beginn der Versorgungsfahrten geht Peter Schirmbeck jeden Sonntag mit seiner Frau den Essensbestand im heimischen Kühlschrank durch. Was fehlt, wird auf die Liste geschrieben. Zusammen füllen sie den Bestellbogen der Eintracht aus und schicken ihn ab. Dienstags machen sich dann die Mitarbeiter der Eintracht auf den Weg in den REWE am Grünhof, um die Lebensmittel zu besorgen und die Bestellung nach Hause zu liefern. „Es ist immer alles dabei, was wir bestellt haben, außer das Toilettenpapier in letzter Zeit“, gibt er lachend zu. Peter Schirmbeck ist sehr dankbar für den Einsatz der Eintracht und freut sich über die „sympathischen junge Leute“ die ihm die notwendigsten Lebensmittel vorbeibringen. „Es passt zum Verein - Eintracht und Solidarität gehören einfach zusammen.“

Auch mit 77 noch aktiv

Normalerweise trifft man Peter Schirmbeck dienstags in der Halle am Oeder Weg, die Heimat der Turnabteilung. Jeden Dienstag und Mittwoch ertönt gewöhnlich die Musik aus den Fenstern der Halle und die Senioren der Eintracht treffen sich zu ihrem wöchentlichen Fitness und Gymnastik-Kurs. Zusammen mit seiner Frau ist er seit zehn Jahren mit dabei. Die beiden kommen nicht nur wegen der sportlichen Betätigung gerne zu dem Kurs, sondern vor allem auch wegen dem sozialen Kontakt zu den anderen Teilnehmern/innen. „Man lernt viele nette und interessante Menschen kennen und es macht jedes Mal super viel Spaß“, erzählt der Rentner. Aktuell verstummt die Musik leider coronabedingt und Schirmbeck hält sich anderweitig fit. Alles ohne Kontakte zu anderen, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Fahrrad fahren, mit dem Hund in den Park und Aerobic-Einheiten vor dem TV stehen jetzt auf dem Trainingsplan. „Da bin ich Hessen aktuell sogar fremdgegangen“ muss er gestehen. Der Bayrische Rundfunk zeige morgens immer eine Gymnastikeinheit auf einer grünen Wiese mit den Bergen im Hintergrund und das erinnert den 77-Jährigen an seine Heimat. Da macht der Sport gleich doppelt Spaß.

Geburtsort Berge

Aufgewachsen ist Peter Schirmbeck nämlich in einem „schönen alten Holzhaus“ im Allgäu. Direkt am Waldrand groß geworden, bestanden seine sportlichen Aktivitäten früher aus Holz sägen, Fische fangen und im Winter Ski fahren. Aus familiären Gründen kam er 1955 nach Frankfurt, besuchte die Wöhlerschule, wo heute die Basketballer der Eintracht zuhause sind und studierte anschließend auf der Goethe Universität Kunstgeschichte, Soziologie und Germanistik – sogar mit Promotionsabschluss. Danach gab es gleich doppelten Grund zum Feiern: Erst heiratete er seine Frau Roswitha, mit der er an Nikolaus bereits 50 Jahre zusammen ist, dann kam Töchterchen Sonja auf die Welt. „Eine gute Beziehung trägt einen über schwierige, wie die jetzige, und gute Zeiten hinweg, es klappt immer noch hervorragend“, berichtet Schirmbeck glücklich. Zusammen mit seiner Frau ist er auch vor zehn Jahren der Eintracht beigetreten. Den beiden fehlt das Zusammenkommen in der Halle mit ihrer Gruppe. „Der Sport vor dem TV kann das einfach nicht ersetzen“, erklärt Schirmbeck. Er freue sich schon darauf, bald wieder gemeinsam mit den Gleichgesinnten Sport treiben zu können. Doch bis dahin kommt jeden Dienstag die Eintracht im Zuge der Versorgungsfahrten vorbei und liefert die bestellten Lebensmittel. Denn als Eintracht-Familie hält man auch in diesen Zeiten zusammen.

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