18.08.2021
Verein

Neue Möglichkeiten in Nied

Seit Juli trainieren auch in Nied die Sportlerinnen und Sportler mit dem Adler auf der Brust. Dieter Burkert und Michael Otto geben Einblick in den aktuellen Stand. Heute: Baumaßnahmen und Perspektive.

Wie geht die Zusammenlegung der Sportarten vonstatten?
Dieter Burkert:
Mit der Zusammenlegung der Turnabteilungen und der Leichtathletik haben wir kaum etwas zu tun. Hier besprechen sich die Abteilungs- und Übungsleiter untereinander, koordinieren diverse Themen und sind sehr gut organisiert. Bei der Handballabteilung gab es andere Voraussetzungen und gestaltete sich deshalb zunächst etwas komplizierter. Zum einen bestand noch die Spielgemeinschaft HSG Seckbach/Eintracht, was als Dreiecksverhältnis so nicht funktionieren konnte und zunächst in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst werden musste, zum anderen war diese Abteilung als einzige bei der SG Nied größer als bei der Eintracht. Die Ansprüche an uns waren dementsprechend größer, aber auch diesen konnten wir gerecht werden und alles geht gut vonstatten. Die ersten Mannschaften sind bereits mit unseren Trikots ausgestattet worden.

Wie sieht es bei den Sportarten aus, die die Eintracht vorher nicht im Angebot hatte?
Michael Otto:
Die Trampolin-Turner der SG Nied wurden mit unserer Turnabteilung zusammengelegt und haben schon ihren ersten Wettkampf mit dem Adler auf der Brust bestritten. Wir möchten alle Sportarten bestmöglich ausstatten und haben bereits ein neues Wettkampf-Trampolin bestellt. Die Nachfrage für diese Sportart ist groß und mit bisher einem Trampolin konnte man dieser aus Kapazitätsgründen einfach nicht mehr nachgekommen. Sukzessive werden auch die anderen Sportarten weiter ausgestattet werden. Wir sind derzeit in der Beschaffung und Ausrüstungsphase.
Dieter Burkert: Bei den Kampfsportarten gab es bei der Eintracht schon Ringen und Boxen, die SG Nied bringt beispielsweise Karate, Judo und VoVinam mit. Hier haben wir entschieden, eine neue Abteilung zu gründen, die alle Kampfsportarten zusammenfasst. Abteilungsleiter wird der ehemalige erste Vorsitzende der SG Nied, Niko Föller.

Wie gehen die Umbauarbeiten voran? Welche Maßnahmen wurden bisher umgesetzt?
Michael Otto:
Wir haben neue Linien auf den Tennisplätzen gelegt und Sichtblenden angebracht. Zudem haben wir einen Platz wieder instand gesetzt und somit nun insgesamt vier Tennisplätze am Standort West. Neue Netze und Bänke wurden bestellt. Für eine optische Aufwertung der Grünflächen war ein Garten- und Landschaftsbauer vor Ort, der aus dem kleinen Dschungel eine wirklich schöne und idyllische Anlage gemacht hat. Die ersten Mannschaftsspiele haben inzwischen stattgefunden und die Resonanz war gut. Ebenso wurde die Gaststätte schon saniert, ein neuer Boden verlegt sowie die Wände gestrichen. Als Treffpunkt eines Eintracht Fanclubs war die Gastronomie bereits gut ausgestattet, aber wir haben beispielsweise Trikotrahmen zur Verfügung gestellt. Für die Terrasse wurde schon eine neue Bestuhlung bestellt und mit Krombacher gesprochen, um diese zukünftig mit Schirmen auszustatten. Im großen Saal im Obergeschoss könnte man einen wunderschönen Blick auf die Nidda haben, aber die Fenster sind viel zu hoch angesetzt. Hierfür haben wir ein Angebot eingeholt, um die Fenster niedriger einbauen zu lassen. Das würde dem Raum einen vollkommen neuen Charakter geben.

Es wurde schon vieles umgesetzt. Was sind die nächsten Schritte?
Michael Otto:
Die Fassade des Gebäudes böckelt an vielen Stellen und muss saniert und gestrichen werden. Im Eingangsbereich werden Eintracht-Fahnen aufgehängt, das SG Nied-Logo wird durch den Eintracht-Adler ersetzt. In den Sommerferien werden die Heizungsanlage und der Gasheizkessel ausgetauscht, die Luftheizung in der Halle gegen eine Deckenstrahlheizung ausgetauscht und es erfolgt eine Umstellung auf LED-Licht. Da inzwischen der Sportbetrieb wieder läuft, haben wir diese Maßnahmen in die Ferien verschoben, um weitere Einschränkungen im laufenden Betrieb zu vermeiden.

Es wird viel Zeit in Anspruch nehmen, aber wir freuen uns sehr über die Schaffung neuer Möglichkeiten, in Nied Sport treiben zu können.

Michael Otto

Welche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen sind zukünftig noch geplant?
Michael Otto:
Die Umkleidekabinen und sanitären Einrichtungen müssen erneuert werden. Das größte Projekt jedoch wird das Untergeschoss sein. Hier war eine Kegelbahn drin, die wir schon rausgerissen haben. Der Raum ist groß und birgt viel Potential. Wir möchten die Räumlichkeit als neue und moderne Sportstätte nutzen. Es wird einen Bereich für Fechten geben und ein neues Dojo für die Kampfsportarten. Zudem planen wir einen Kraftraum. Zur Verwirklichung der Pläne haben wir Angebote eingeholt, anschließend müssen der Bauantrag gestellt, ein Brandschutzkonzept sowie Pläne für die Be- und Entlüftung vorgelegt werden. Das wird viel Zeit in Anspruch nehmen, aber wir freuen uns sehr über die Schaffung neuer Möglichkeiten, in Nied Sport treiben zu können.

Welche langfristigen Ziele gibt es für den neuen Standort?
Michael Otto:
Wir haben drei Ziele definiert. Erstens die Liegenschaften aufwerten. Vieles, was schnell eine (optische) Verbesserung bringt, haben wir bereits durchgeführt. Zweitens haben die Kinder- und Jugendarbeit bei der Eintracht von jeher eine hohe Priorität. Im Zuge dessen werden wir Schulprojekte und Angebote für die Kinder im Westen der Stadt ausbauen, wie beispielsweise unsere Eintracht Frankfurt Pausenliga. Als dritter Punkt ist das Mitgliederwachstum zu nennen. Durch die Schaffung der neuen Sportstätten, das erweiterte Sportangebot und die verbesserte sportliche Infrastruktur, hoffen wir, dass wir an Attraktivität für neue Mitglieder gewinnen und sie den Weg in unseren Verein finden.

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