22.04.2021
Soziales

Mut zur Selbsthilfe

Eintracht-Partner setzt sich für die psychische Gesundheit junger Menschen während der Corona-Pandemie ein.

Seit 2007 bringt Eintracht Frankfurt im Rahmen der Pausenliga Kinder in Bewegung. Mit der Organisation schulinterner Ligabetriebe bringt der Verein sein Sportangebot an Schulen in der Region. So sollen nicht nur Fitness und soziale Kompetenzen gefördert, sondern auch sozial benachteiligte Kinder erreicht werden, die auf diesem Weg von den Angeboten der Eintracht profitieren können. Unterstützt wird der Verein dabei unter anderem von der Beisheim Stiftung, die gemeinnützige Projekte aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, Kultur und Sport fördert, welche vor allem jüngere oder ältere Menschen adressieren.

In erster Linie ist die Pausenliga ein Halt. Etwas Gewohntes in diesen von den Kindern als unsicher empfundenen Zeiten, in denen sich ständig etwas ändert.

Gudrun Backhaus

Doch auch das Engagement der Eintracht an den Grundschulen musste in den vergangenen Monaten auf Grund der Maßnahmen zum Schutz gegen die Corona-Pandemie modifiziert werden. „Die Art und Weise der Durchführung wurde den jeweiligen Verordnungen des Hessischen Kultusministeriums angepasst und die Durchführung mit jeder Schule individuell abgesprochen“, erklärt Gudrun Backhaus, Leiterin der CSR bei Eintracht Frankfurt und Verantwortliche für die Schul- und Sportprojekte. Sie betont die Wichtigkeit, die Projekte wie die Pausenliga für Kinder und Jugendliche hätten: „In erster Linie ist die Pausenliga ein Halt. Etwas Gewohntes in diesen von den Kindern als unsicher empfundenen Zeiten, in denen sich ständig etwas ändert.“

Psychische Auffälligkeiten bei Kindern

Schon seit längerem warnen Experten vor den Folgen, die die Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen für die Psyche von Kindern haben können. Die kürzlich erschienene COPSY-Studie attestiert, dass aktuell jedes dritte Kind psychische Auffälligkeiten zeige. Besonders betroffen seien jene, die aus sozial benachteiligten Umfeldern stammen.

Um dem entgegenzuwirken und Kinder und Jugendliche in der aktuellen Zeit zu unterstützen, hat die Beisheim Stiftung gemeinsam mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie des LMU Klinikums München das Infoportal „Corona und Du“ ins Leben gerufen. Auf der Website und dem Instagram-Account werden verschiedene wissenschaftlich fundierte Tipps geteilt, wie sich die Psyche auch in schwierigen Zeiten stabilisieren lässt. Ein Fokus liegt hierbei unter anderem auf der Motivation zur sportlichen Betätigung, bei der erwiesenermaßen Glückshormone ausgeschüttet werden und eine antidepressive Wirkung erzielt werden kann. Auch Gudrun Backhaus betont: „Jede zusätzliche Bewegung ist wichtig, ebenso der damit verbundene soziale Kontakt.“

Gerade in diesen schwierigen Zeiten möchten wir Kinder und Jugendliche stärken, ihnen Wege aufzeigen, wie sie mit stressigen Situationen umgehen und für ihre psychische Gesundheit selbst Sorge tragen können.

Annette Heuser

Neben den Handlungsmöglichkeiten, die jungen Menschen an die Hand gegeben werden sollen, stellt das Projekt auch Tipps für Eltern zur Verfügung, wie diese ihre Kinder aktuell unterstützen können. Darüber hinaus bietet das Infoportal eine Übersicht an Anlaufstellen und Hilfsangeboten, die psychisch belastete Menschen wahrnehmen können. „Gerade in diesen schwierigen Zeiten möchten wir Kinder und Jugendliche stärken, ihnen Wege aufzeigen, wie sie mit stressigen Situationen umgehen und für ihre psychische Gesundheit selbst Sorge tragen können“, wird Annette Heuser, Geschäftsführerin der Beisheim Stiftung, auf der Website der Stiftung zitiert.

Auf diese Weise stützt die Stiftung nicht nur junge Menschen, die aktuell psychischen Belastungen ausgesetzt sind, oder deren Eltern, sondern gibt auch jenen Möglichkeiten zur Selbsthilfe an die Hand, die nicht von einem stabilen Umfeld oder stärkenden Initiativen wie der Pausenliga gestützt werden.

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