09.05.2022
Verein

Historischer Meilenstein, große Ziele

Vereinspräsident Peter Fischer spricht über die Gründe des enormen Mitgliederzuwachses, die Bedeutung der magischen 100.000 und den Ausblick auf die kommenden Jahre.

100.000 Mitglieder – eine überwältigende Zahl. Den Deutsche Bank Park könnten wir damit beinahe zweimal füllen. Welche Gefühle löst diese Zahl in dir aus?
Peter Fischer: Ich empfinde Faszination. Diese Entwicklung unserer Mitgliederzahlen war lange Zeit sicherlich nur schwer vorstellbar und es erfüllt mich natürlich mit Stolz, dass wir diesen besonderen Meilenstein nun erreicht haben.

Hinter dieser Entwicklung stehen die Mitglieder und eine Gemeinschaft, aber ja auch Werte, die wir im Verein leben…
Wir haben mit über 50 Sportarten und der Fanabteilung großes Potential, sehr viele Menschen zu erreichen. Ich bin froh, dass in den letzten Jahren viele Menschen ihren Weg in unseren Verein gefunden haben.

Als du als Präsident angefangen hast, zählte Eintracht Frankfurt keine 5.000 Mitglieder. Konnte man seinerzeit schon absehen, wohin die Reise geht?
In meiner ersten Pressekonferenz wurde ich gefragt, was meine drei Wünsche sind. Ich habe damals geantwortet: „Zehntausend Mitglieder, einen neuen Riederwald und in einem europäischen Wettbewerb gegen Liverpool spielen“. Wenn ich Liverpool durch Barcelona ersetzen würde, kann ich sagen, dass sich diese drei Urwünsche von vor über zwei Jahrzehnten nun erfüllt haben. Damals wurde ich für diese Wünsche ausgelacht.

Empfindest du Genugtuung, das Ziel von 100.000 Mitgliedern erreicht zu haben?
Persönliche Genugtuung nicht. Am Ende haben wir das alle zusammen erreicht. Es ist eine Gemeinschaftsarbeit von vielen meiner Kolleginnen und Kollegen, inklusive mir. Wir waren stets mutig und haben unglaublich engagiert und mit einer wahnsinnigen Leidenschaft an unseren Zielen gearbeitet. Und letztlich ist es auch das Ergebnis von 100.000 Menschen, die diesen Verein in ihr Herz geschlossen haben. Mit dem Erreichen dieser besonderen Marke werden wir uns aber ganz sicher nicht ausruhen, sondern uns schon bald neue Ziele setzen – zum Beispiel die Anpassung bestimmter Strukturen, den Ausbau von Sportstätten oder die Hinzunahme neuer Sportarten. In diesem Zusammenhang wollen wir auch noch mehr Mitglieder hinzugewinnen. Letztendlich sind die 100.000, die wir jetzt erreicht haben, nur ein Kilometerstein auf der langen Reise, die wir noch vor uns haben.

Auf das Erreichte dürfen wir zurecht stolz sein, aber uns auf einer Mitgliederzahl oder auf über fünfzig Sportarten auszuruhen, ist nicht der Weg von Eintracht Frankfurt.

Peter Fischer

Was sind deiner Meinung nach Gründe für den starken Mitgliederzuwachs?
Natürlich hat uns zum einen der sportliche Erfolg unserer Profimannschaft geholfen. Da möchte ich an den Pokalsieg 2018 erinnern. Solche Ereignisse waren bedeutend für unser Wachstum. Zum anderen betone ich nochmal unsere klare Positionierung, wenn es um unsere Werte geht und darum, Haltung zu zeigen. Durch dieses Engagement konnten wir letztendlich Vertrauen in den Verein und eine Faszination für unsere Familie entzünden. Aber der größte Faktor war und ist ein unglaublich engagiertes Team von Menschen, das tagtäglich in unterschiedlichen Positionen dafür arbeitet.

Welche Bedeutung hat die Marke von 100.000 Mitgliedern für den Verein?
Durch unser Wachstum wird uns eine größere gesellschaftspolitische Bedeutung zuteil, die sich in unterschiedlichen Feldern bemerkbar macht. Dass sich so viele Menschen zum Verein und seinen Werten bekennt, führt auch dazu, dass wir noch interessanter für potenzielle Sponsorpartner werden. Und auch auf der politischen Ebene öffnet eine breite Mitgliederbasis manch aussichtsreiche Tür. Das hat auch innerhalb der 1. und 2. Bundesliga Relevanz. Dort sind wir nun nach den Bayern, Schalke 04, Dortmund und dem 1. FC Köln auf Rang fünf der mitgliederstärksten Vereine.

Im Sommer steht die nächste Präsidentenwahl an, zu der du erneut antreten wirst. Mit welchem Gefühl gehst du in diese Wahl und wie blickst du auf die kommenden Jahre?
Wir haben schon viel erreicht, und gleichzeitig gibt es noch jede Menge zu tun. Ich blicke auf neue Ziele, die wir gemeinsam für die Zukunft definieren werden. Auf das Erreichte dürfen wir zurecht stolz sein, aber uns auf einer Mitgliederzahl oder auf über fünfzig Sportarten auszuruhen, ist nicht der Weg von Eintracht Frankfurt. Und genau deshalb werde ich mich den 100.000 Vereinsmitgliedern im Sommer erneut als Präsident zur Wahl stellen.

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