30.03.2022
Verein

Hamza Kurtović Award für Eintracht Frankfurt

Präsident Peter Fischer nahm, stellvertretend für den Verein, den Ehrenpreis für das Engagement der Eintracht gegen Rassismus entgegen.

Die Verleihung des Preises, der nach einem der Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau benannt wurde, fand gestern erstmals im Congress Park Hanau statt. In Verbindung mit der C&E Bildung und Sport GmbH, wurden im Rahmen der Verleihung insgesamt 14 Preise verliehen. Zu den Preisträgern:innen gehören unteranderem Sportler:innen, Politiker.innen, Musiker:innen aber auch Unternehmen und Vereine. Eintracht Frankfurt erhielt den Preis in der Kategorie „Sportverein“ und wird damit für ihren Einsatz gegen Rassismus geehrt. Schirmherr des Preises ist Bundeskanzler Olaf Scholz. Zu der Jury gehören, neben der Familie und Angehörige von Hamza Kurtovićs, auch bekannte Persönlichkeiten wie Fußballlegende Rudi Völler oder ZDF-Moderatorin Dunja Hayali. Ayla Kurtović und Dominik Kuhn führten gemeinsam durch den Abend.

Die Geschehnisse in Hanau dürfen nicht in Vergessenheit geraten und werden es auch nicht. So etwas darf nie wieder passieren. Es gilt mehr denn je, klare Kante zu zeigen!

Peter Fischer

Peter Fischer, der eine enge Beziehung zu Hanau pflegt, nahm den Preis mit Stolz in Stellvertretung für den ganzen Verein entgegen: „Es ist eine große Ehre für mich diesen Preis entgegennehmen zu dürfen. Die Eintracht-Familie steht für Toleranz und klare Haltung gegen Ausländerfeindlichkeit, Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus“, so der Eintracht-Präsident, der noch ergänzte: „Die Geschehnisse in Hanau dürfen nicht in Vergessenheit geraten und werden es auch nicht. So etwas darf nie wieder passieren. Es gilt mehr denn je, klare Kante zu zeigen!“

Hamza, eines der Opfer

„Kein Wegschauen – kein Schönreden. Gegenhalten“, unter diesem Motto fand die gestrige Preisverleihung statt. Hamzas ehemaliger Karatetrainer, Ernes Erko Kalać, rief den Preis ins Leben und soll laut ihm zeigen, wie wichtig Engagement gegen Rassismus ist. Der Preis wird vor allem als Ehrenpreis verliehen, in Form einer kleinen Büste. Die Preisträger:innen erhalten ein Abbild Hamza Kutovićs.

Hamza Kurtović wurde in Deutschland geboren, genau wie sein Vater und seine drei Geschwister. Seine bosniakischen Vorfahren stammten aus der Nähe von Prijedor. Am Abend des 19. Februar 2020 wartete Hamza in einer Bar auf einen Freund, als er von dem Täter erschossen wurde. Hamza wurde 22 Jahre alt. Er ist einer der zehn Opfer, die an diesem Abend ihr Leben lassen mussten. Die Namen der Opfer werden nie vergessen, auch durch einen Preis wie diesen.

Hamza Kutović, Kaloyan Velkov, Sedat Gürbüz, Fatih Saraçoğlu, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Gökhan Gültekin, Said Nesar Hashemi, Ferhat Unvar.

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