28.07.2020
Klub

„Erfahrung, Sachkompetenz, Teamplay“

So charakterisiert Präsident Peter Fischer den neuen Aufsichtsratsvorsitzenden Philip Holzer. Die Stimmen zur Wahl.

Peter Fischer über...

...die Kernbeschlüsse: Wir haben uns einstimmig darauf geeinigt, den Aufsichtsrat von neun auf sieben Mitglieder zu verkleinern. Wir bedanken uns bei Wolfgang Steubing und Reinhard Gödel für die engagierte Arbeit der letzten Jahre. Wolfgang Steubing für seine acht Jahre im Aufsichtsrat, Reinhard Gödel war der erste Vorsitzende des Aufsichtsrates der AG im Jahr 2000. Auf der anderen Seite ist Philip Holzer zum Vorsitzenden und ich zum Stellvertreter gewählt worden – einstimmig! Zudem ist Wolfgang Steubing von allen Organen der Eintracht Frankfurt Fußball AG zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden. Die Bestellung ist auf Lebenszeit.

...den neuen Vorsitzenden Philip Holzer: Die bedeutendste Meldung ist sicher die Bestellung von Philip Holzer zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates. Herzlichen Glückwunsch und toi, toi, toi! Die Entscheidung stützt sich nicht nur auf das Votum des Aufsichtsrates, sondern zugleich aller Aktionäre. Die Entscheidung wird getragen von den Begriffen „Erfahrung“, „Sachkompetenz“ und „Teamplay“.

...den Übergang: Wir hatten das Glück, dass Wolfgang Steubing uns vor einem Jahr mitgeteilt hat, nicht mehr zu kandidieren. Aus diesem Grund war es für Philip, mich und die Kollegen ein reibungsloser Übergang. Philip war in jedes Projekt, jeden Planungsschritt involviert und insgesamt über die Finanzkonstruktion eindeutig informiert. Wichtig ist, dass Philip nicht nur ein Teamplayer sowie Eintrachtler durch und durch ist, sondern auch ein hohes unternehmerisches Know-how besitzt. Beide Faktoren werden uns guttun. Diese Ansicht teile ich mit unseren drei Vorständen. Als Vertreter des Hauptaktionärs [Eintracht Frankfurt e.V.; Anm. d. Red.] bin ich stolz, dass Philip sich der Aufgabe stellt und sich bis heute zugleich in der Öffentlichkeit zurückgenommen hat. Er hat sich auf diese Position ideal vorbereitet. Es ist auch überaus angenehm, dass Wolfgang weiterhin als Ratgeber und Freund zur Seite steht.

Philip Holzer über...

...seinen Amtsantritt: Ich hoffe, dass ich nicht immer hier im Anzug sitzen werde (lacht). Das Podium wird auch in Zukunft vor allem dem sportlichen Bereich vorbehalten bleiben. Wir sind und bleiben immer noch ein Fußballverein. Nichtsdestotrotz ist heute ein besonderer Tag. Vielen Dank, lieber Peter. Dein Vertrauen freut mich besonders, aber auch, dass die Minderheitsaktionäre mich frühzeitig gefragt haben, ob ich diese Rolle übernehmen möchte. Nur gemeinsam können wir stark sein. Wir stehen vor großen Herausforderungen, doch heute bin einfach sehr stolz und optimistisch. Nach zehn Jahren im Aufsichtsrat und an der Spitze des Finanz- und Prüfungsausschusses trete ich ein neues Amt an und fange dennoch nicht komplett neu an. Ich kenne alle Kollegen seit zehn Jahren oder länger. Die Themen werden herausfordernd und interessant bleiben.

...den Vorstand: Ich bin froh, mit einem solch kreativen und innovativen Vorstand zusammenarbeiten zu dürfen. Oliver Frankenbach versteht die Zahlen wie kein anderer. Axel Hellmann war erst im Aufsichtsrat und sitzt nun im Vorstand, das war für uns die erste Zündstufe. Und nicht zuletzt haben wir mit Fredi Bobic den zweimaligen Manager des Jahres in unseren Reihen. Ich selbst hatte vor acht Jahren die ehrenvolle Aufgabe, Wolfgang Steubing für den Aufsichtsrat zu rekrutieren. Er wird mir weiter mit Rat und Tat zur Verfügung stehen, dafür bin ich sehr dankbar. Der Fußball wirkt für mich als Klebstoff der Gesellschaft und wird noch wichtiger werden, aktuell auch wegen der Pandemie. Wir werden das gemeinsam meistern.

...die Startbedingungen: Unsere Gremien sind sehr krisenerfahren und haben schon einiges durchgemacht. Die Pandemie trifft alle, auch andere Vereine. Wir müssen Verständnis für viele Teile der Sponsoren, Mitglieder und Zuschauer aufbringen. Ich würde mir bald wieder Spiele mit Besuchern wünschen, der Vorstand hat ein entsprechendes Konzept vorgelegt. Wir werden versuchen, uns noch mehr an die Veränderungen in unserem Umfeld anzupassen. Die Herausforderung ist ganz klar, uns weiter zu modernisieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Kontroverse Diskussionen tun unserer Arbeit gut, aus dieser Kultur komme ich.

Philip Holzer, Vorsitzender des Aufsichtsrats

...den veränderten Transfermarkt: Der Aufsichtsrat musste schon immer bei Transfers zustimmen. Aber wir müssen auch immer überlegen, dass wir nicht um jeden Preis verkaufen müssen – das ist schon mal wichtig. Wir werden jede Möglichkeit abwägen und haben spannende Investitionsprojekte vor uns. Manche müssen wir eventuell verschieben. Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, weiter in die Zukunft zu investieren. Der Balanceakt wird größer, je weniger Handlungsspielraum wir haben. Damit stehen wir aber nicht alleine da.

...seine Arbeitsweise: Einige haben mich als schüchtern bezeichnet, aber ich denke, das trifft nicht zu. Ich halte mich einfach gerne an Regeln und Absprachen. Meine Aufgabe ist es nicht, in der ersten Reihe zu stehen, sondern mit dem Hauptausschuss vertrauensvoll zusammenzuarbeiten. In diesem Zusammenhang bin ich sehr froh, dass Stephen Orenstein zu Peter und mir in den Hauptausschuss stößt. Er bringt nochmal eine andere Schlagkraft und Sichtweise auf gewisse Dinge mit. Ich selbst habe klare Überzeugungen und trete für diese ein. Ich mag aber auch den Diskurs. Kontroverse Diskussionen tun unserer Arbeit gut, aus dieser Kultur komme ich.

...seine Verbindungen in die Finanzwelt: Ich glaube schon, dass ich in den vergangenen Jahren einen Beitrag dazu leisten konnte, Annäherungen an den Finanzplatz Frankfurt geschaffen zu haben. Das sieht man an der Deutschen Börse auf dem Trikotärmel oder der Deutschen Bank als Namensgeber des Sportparks. Daran habe ich sicher hier und da einen kleinen Anteil.

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