21.11.2021
Verein

Eintracht Frankfurt trauert um Werner Becker

Werner Becker, unser drittlängstes Eintracht-Mitglied, ist am 19. November im Alter von 91 Jahren verstorben.

Am 6. Dezember 1946 trat Werner Becker der Leichtathletikabteilung der Eintracht bei, inoffiziell war er aber sogar noch deutlich länger als fast 75 Jahre treues Mitglied der Eintracht, denn als Kind turnte er im Oeder Weg. Im zweiten Weltkrieg sind seine Unterlagen allerdings verloren gegangen. Seine Liebe und sein Herz gehörten aber immer der Eintracht – und das sei unabhängig vom Eintrittsdatum, erklärte er vor einigen Jahren. Zu seinem 70. Vereinsjubiläum bekam er sogar die lebenslange Mitgliedschaft von seinem Sohn Jochen geschenkt.

Werner Becker war Eintrachtler durch und durch. Ein anderer Verein kam dem Bornheimer nie ins Haus. „Wenn ihr die Eintracht verlassen wollt, dann werdet ihr enterbt“, hatte er sogar zu seinen Kindern häufig gesagt. So wie sein Vater Fritz die Liebe zur Eintracht an ihn weitergegeben hat, hat er diese an seine Kinder vererbt. Die Eintracht, Fußball und Sport im Allgemeinen wurden im Hause Becker immer großgeschrieben. Vater Fritz Becker war im Jahr 1908 der erste Nationalspieler von Eintracht Frankfurt, erzielte sogar das erste Tor in der DFB-Geschichte. Werner Becker wurde zum Leichtathleten, holte mehrfach die Deutsche Meisterschaft im Sprint und wäre sogar für die Olympischen Spiele nominiert gewesen, allerdings bremste ihn ein Muskelbündelriss aus. Seine Frau Annemie Kübert war Vizeweltmeisterin im Handball. Klar, dass bei einer solchen Sport- und Eintracht-Historie auch seine Kinder im Verein groß geworden sind. Tochter Gabriele spielte in der Basketball-Bundesliga für die SGE, Tochter Tina wurde ebenfalls Leichtathletin und Sohn Jochen tobte sich im Fußball aus, war im Verwaltungsrat und ist heute in der Tennisabteilung aktiv. Und auch das jüngste Familienmitglied, Werner Beckers Urenkelin Anni, ist seit dem Tag der Geburt Mitglied.

Nun ist Werner Becker am 19. November nach langer Krankheit mit stolzen 91 Jahren verstorben. „Werner Becker hat die Eintracht geliebt und gelebt. Diese Liebe wird er da, wo er jetzt ist, sicherlich wie zu seinen Lebzeiten verbreiten und seine Eintracht weiterhin verfolgen. Wir behalten Werner als einen großen Sportler, vor allem aber tollen Menschen in Erinnerung. Er hat bis zuletzt der Eintracht die Daumen gedrückt und den Verein mit seinen Erfahrungen und großem Eintracht-Herzen bereichert“, so Vereinspräsident Peter Fischer.

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