10.09.2021
Soziales

Bleib am Ball!

Gemeinsam mit der Frankfurter Organisation FRANS setzt sich Eintracht Frankfurt für mehr Aufklärung beim Thema Suizid ein. Markus Krösche ist Teil einer neuen Kampagne.

Markus Krösche ist Teil der neuen FRANS-Kampagne.

Seit 2014 setzt sich das Frankfurter Netzwerk für Suizidprävention, kurz FRANS, mit Kampagnen und Aktionen für eine Entstigmatisierung des Themas ein. Der Zusammenschluss von mehr als 75 Frankfurter und überregionalen Institutionen und Organisationen, der durch das Gesundheitsamt Frankfurt koordiniert wird, möchte die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Thema lenken, um so der Stigmatisierung, den Tabus und zahlreichen Mythen keinen Platz mehr zu geben. Dieses Ziel verfolgt auch der Welttag gegen Suizid, der am heutigen 10. September begangen wird.

Mitte August startete die neue Kampagne von FRANS unter dem Namen „Zehntausend Gründe“. 14 lokale und überregionale Persönlichkeiten erheben ihre Stimme. Neben unter anderem den Comedians Henni Nachtsheim und Kaya Yanar sowie Moderatorin Bärbel Schäfer ist auch Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche Teil der Kampagne. „Bleib am Ball!“ lautet sein Appell auf dem Kampagnenplakat. „Im Sport ist es wie im Leben: Siege und Niederlagen wechseln sich ab und gehören dazu. Es ist wichtig, die Zuversicht nicht zu verlieren, wenn die Situation ausweglos erscheint. Die Zahl von jährlich rund 10.000 Menschen, die sich das Leben nehmen, ist erschreckend und hoch alarmierend. Sie zeigt, dass wir hier mit gezielten Maßnahmen Hilfestellung geben müssen, um Menschen davor zu bewahren, ihrem eigenen Leben ein Ende setzen zu wollen. Gerne möchte ich als Teil dieser Kampagne die benötigte Hilfestellung geben.“

Eintracht Frankfurt setzte sich bereits mehrfach mit FRANS in verschiedenen Aktionen ein. Durch die Krombacher Zipfelmützen-Aktion im Februar diesen Jahres konnte sich die Organisation über eine Spende von 8.000 Euro freuen und auch bei vergangenen Spieltagen informierte FRANS bereits über ihre Arbeit.

In Frankfurt nehmen sich jährlich etwa 90 Menschen das Leben, das entspricht fast zwei Menschen pro Woche. Es sind jedoch weitaus mehr von dem Thema betroffen. Sei es durch Freunde, Angehörige, Berufskollegen, Zeugen – in Frankfurt rechnet man so mit über 2000 Menschen, die mit dem Thema in Berührung kommen. Bundesweit nehmen sich jährlich rund 10.000 Menschen in Deutschland das Leben. Diese enorme Zahl an Suizidtoten übersteigt demnach die Zahl aller durch Verkehrsunfälle, Drogen, HIV/AIDS und Mord oder Totschlag Verstorbenen zusammengerechnet.

Passend zum Welttag gegen Suizid am 10. September wird es weitere Aktionen geben. Einen FRANS-Infostand gibt es am Freitag ab 14 Uhr in der Louis-Appia-Passage im Ostend. Am Sonntag, 12. September, wird zwischen der Ignatz-Bubis- und der Flößerbrücke auf der Nordseite des Mainufers um 11 Uhr eine Gedenkzeremonie stattfinden. FRANS und Eintracht Frankfurt freuen sich über eine Teilnahme im Kampf gegen Suizid.

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