14.03.2021
Verein

Alles Gude, Peter Fischer!

Eintracht-Präsident Peter Fischer feiert seinen 65. Geburtstag. Grund genug, seinen Ehrentag etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Die Frage nach seinen Hobbies beantwortete Peter Fischer vor einigen Jahren kurz und knapp wie aus der Pistole geschossen: „Eintracht Frankfurt“. Zweifelsohne fand er in seinem größten Hobby seine Berufung. Seit über 20 Jahren steht der waschechte Hesse seiner geliebten Eintracht als Präsident vor. „Die Eintracht ist wie meine Familie. Ich liebe diesen Verein, ich liebe die Menschen in diesem Verein“, betont er. Heute, am 14. März 2021, feiert er seinen 65. Geburtstag. Das hat die Redaktion zum Anlass genommen, ein wenig im Kuriositätenkabinett zu kramen.

Als Peter Fischer 1956 in Lich das Licht der Welt erblickte, hallte es durch die deutschen Wohnzimmer: „Wer dich einmal sah, der muss dich lieben“. Die Textzeile entstammt dem Lied „Arrivederci Roma“ von Lys Assia, das sich den gesamten März `56 über an der Spitze der deutschen Single-Charts hielt. Irgendwie passend, beschreibt es doch in gewisser Weise die spätere Beziehung zwischen Fischer und seiner Eintracht. Mit Leib und Seele setzt er sich für den Verein und seine Mitglieder ein, deren Anzahl er seit seiner Amtsübernahme von 4.800 auf über 90.000 hochkatapultierte. Die Vereinsmitglieder würdigen dies und zahlen seinen unermüdlichen Einsatz mit nahezu größtmöglichem Vertrauen zurück. Immerhin wurde Fischer bei mittlerweile sechs Mitgliederversammlungen jeweils mit überwältigenden Ergebnissen von über 99 Prozent wiedergewählt. Nie waren es weniger.

Vor zwei Jahren, an Fischers 63. Geburtstag, machte die Eintracht durch einen 1:0-Erfolg bei Inter Mailand den Viertelfinaleinzug in der UEFA Europa League perfekt.

Aus sportlicher Sicht lief es im Geburtsjahr 1956 für die Eintracht eher so lala. Das interessierte Fischer zu diesem Zeitpunkt zwar noch herzlich wenig, aber kurioserweise sollte ausgerechnet das erste Wochenende nach seinem Geburtstag zu einem äußerst erfolgreichen avancieren. Samstag, 17. März 1956: In der ausverkauften Frankfurter Festhalle fanden die 3. Leichtathletik-Hallenmeisterschaften statt. Mit zwei Gold-, einer Silber- und drei Bronzemedaillen gehörte die Eintracht, genauer gesagt ihre Athletinnen und Athleten, zu den erfolgreichsten des Wettbewerbs. Tags darauf empfingen die Fußballherren Kickers Offenbach zum Lokalduell in der Oberliga Süd. Aufgrund der 0:4-Hinrundenniederlage aus Eintracht-Sicht und der schlechteren Tabellenplatzierung galt der Gast auch diesmal als Favorit. Doch an diesem Tag präsentierten sich die Adlerträger wie ausgewechselt. Kurz nach der Pause erzielte Erich Bäumler nach Vorlage von Alfred Pfaff, dem heute die Straße am Riederwald gewidmet ist, den goldenen Treffer und sorgte so für den ersten Frankfurter Erfolg nach zuvor fünf sieglosen Ligapartien. Zufall oder schicksalhafte Fügung?

Dass Fußball für Peter Fischer nicht alles ist, ist hinlänglich bekannt. Stets betont er, dass seine Eintracht nicht nur auf das runde Leder zu reduzieren sei. „In 18 Abteilungen betreiben wir über 50 Sportarten. Mit Ausnahme von Reiten und Formel 1 ist fast alles dabei“, ist Fischer stolz auf das breite Sportangebot. Besonders am Herzen liegen dem zwei Meter großen Hessen die Nachwuchsbasketballer, ging er doch viele Jahre selbst auf Körbejagd. Übrigens: Jene Eintracht-Abteilung, deren Gründungsdatum dem Geburtstag Peter Fischers zeitlich am nächsten liegt? Richtig, die Basketballabteilung! 1954 wurde sie als zehnte Abteilung unter dem Vereinsdach gegründet. Damit feierte sie zwei Jahre vor Peter Fischer ihren 65. Geburtstag. Apropos Geburtstag: Das 63. Wiegenfest dürfte für den Präsidenten wohl eines der emotionalsten gewesen sein, womit wir doch wieder beim Fußball angekommen wären: Im Giuseppe-Meazza-Stadion gelang der Eintracht ein 1:0-Auswärtserfolg bei Inter Mailand und gleichzeitig der Einzug ins Viertelfinale der UEFA Europa League.

Wenn ich noch ein bisschen in dieser Familie sein darf, dann ist es sicherlich ein großer Wunsch von mir, weil ich mach‘s verdammt gern.

Peter Fischer

Auch auf seinen nächsten Geburtstag darf sich Peter Fischer dann ganz besonders freuen. Denn wie heißt es in Udo Jürgens Klassiker von 1977 so schön: „Mit sechsundsechzig Jahren, da fängt das Leben an“. Wobei: Dass Peter Fischer erst dann richtig zu leben beginnt, wäre angesichts seiner bewegten (Eintracht-)Vergangenheit schlicht falsch. Bleibt uns nur zu hoffen, dass noch viele weitere intensive und emotionale Jahre als Präsident von Eintracht Frankfurt hinzukommen. Amtsmüde, so sagt er selbst, sei er noch lange nicht – im Gegenteil: „Wenn ich noch ein bisschen in dieser Familie sein darf, dann ist es sicherlich ein großer Wunsch von mir, weil ich mach‘s verdammt gern.“ Die über 90.000 Mitglieder, denen du als Präsident vorstehst, hätten sicher nichts dagegen. In diesem Sinne: Alles Gude, lieber Peter!

  • #Verein
  • #Klub
  • #Fischer
  • #Geburtstag
  • #Riederwald
  • #Eintracht

0 Artikel im Warenkorb

  • keine Artikel
Lieferung
0,00 €
Summe inkl. MwSt.
0,00 €